Die ewige Wunde – Verlassene Töchter

Heute möchte ich einmal nur einen Beitrag teilen, der so ziemlich alles beschreibt, wovon ich mich in den letzten 6 Jahren mühevoll befreit habe. Einem Netz aus Verhaltensmustern und Unbewusstem, das immer nur eines wiederholt hervorgerufen hat: Die immer selbe Leidensgeschichte.

Der Beitrag von

Angelika Wende: Aus der Praxis – Vom Vater verlassene Töchter

beschreibt sehr eindrucksvoll das Dilemma von Frauen, die als Mädchen von ihren Vätern (real oder emotional) verlassen worden sind.

 

die erlebte erfahrung dieser frauen ist: egal was ich tue, die ersehnte liebe bleibt mir versagt. in ihner seele brennt sich das gefühl einer tiefen verlassenheit ein. und dort bleibt es, meist lebenslang.

diese frauen bleiben in der rolle der tochter, die gefallen und geliebt werden will, stecken. unbewusst spulen sie in jeder beziehung exakt das programm ab, das sie als kind gelernt haben. der schlüssel des programms: desinteresse.

der mann auf den diese frauen reagieren, muss diesen schlüssel besitzen, das heißt: er muss dem vater gleichen. er muss gleichgültig, kalt, verletzend, unerreichbar, überlegen und lieblos sein.

~ Angelika Wende

 

Auch mir ging es so – über viele Jahre. Nachdem ich in den letzten 6 Jahren Stück für Stück alle Muster aufgedeckt und die Glaubenssätze dahinter aufgespürt habe, kann ich mich heute entscheiden, diesem Muster nicht mehr zu folgen.

Ich kann mich entscheiden, dem Verlassen werden eine andere Perspektive zu geben.

Jetzt, da die Muster aufgedeckt und abgebaut wurden, liegt die alte Wunde allerdings ganz offen vor mir. Wenn sie berührt wird (zum Beispiel durch eine zufällige Begegnung), dann tut es noch immer höllisch weh.