Und dann war Stille

Als ich begann, mich selbst zu fühlen, löste das einen inneren Sturm aus. Alles wirbelte durcheinander, nichts behielt seinen mir vertrauen Platz, es war laut, so viele Stimmen die durcheinander riefen und ich konnte keine von ihnen mehr richtig verstehen.

Als ich begann, mit mir selbst zu fühlen, in dem ich mich in das Auge meines inneren Sturmes begab und eine Stimme nach der anderen anhörte, um ihren Schmerz anzunehmen und ihn gemeinsam mit ihr zu tragen… da wurde es nach und nach ruhiger um mich herum.

Da ist eine gewisse Empfindung von großer Wachheit und Freiheit, zugleich ist eine Zartheit, die ohne irgendeinen Grund oder eine Bedingung entsteht. Da ist ein tief empfundenes Bewusstsein, zart und empfindlich zu sein. Nicht traurig auf eine depressive oder eine schmerzende Weise, sondern zart und irgendwie auch eine Leichtigkeit. Es ist eine Mischung.  Es ist ein wenig freudig und ein wenig traurig. Da ist keine Traurigkeit um einen selbst und auch keine Traurigkeit um irgendjemanden im Besonderen. Es ist so, als wäre man von einer Energie oder einem Strom gesättigt.

nach Tsoknyi Rinpoche

Und dann wurde es plötzlich still.

Die Dinge fanden wieder ihren Platz und es kehrte eine Ruhe ein, die ganz zart und verletzlich ist und gleichzeitig so groß und umfassend, dass sie mich vollständig ausfüllt.

Über das Mitgefühl für mich selbst und meinen Weg dorthin schreibe ich in diesem Blog ab 2017.
Ich wünsche dir eine ruhige Weihnachtszeit und einen bewussten Start in das neue Jahr.